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Reviews Zarek 10

MARGARETH KAMMERER & RUBY RUBY RUBY

Ein Songalbum mit jazzigen Herzensbrechern ist das Letzte, was man auf Ignaz Schicks Zarek-Label erwarten würde. Aber wo Herzen sind, da gib es auch ein kaum zu stillendes Sehnen nach jenem Kitzel, den nur Frauenlippen wecken und dämpfen können. MARGARETH KAMMERER singt auf The Shadow of Your Smile (Zarek 10) neben dem Titelsong ‚Angel Eyes‘, ‚You Go to My Head‘, ‚Softly, as in a Morning Sunrise‘, ‚Come Rain or Come Shine‘, ‚God Bless the Child‘, ‚Georgia on My Mind‘ etc., ein Programm, wie es klassischer nicht sein könnte und das wohl bewusst nicht scheut, Billy Holiday-Assoziationen zu wecken. Mit perfektem Feeling wird die von The Magic I.D. bekannte Vokalistin dabei von RUBY RUBY RUBY, das sind Derek Shirley am Kontrabass und Steve Heather an den Drums, wie auf Händen getragen oder in Moll gebettet. Dazu schmusen noch Axel Dörner, Michael Thieke und Tobias Delius Trompeten-, Klarinetten- und Tenorsaxsound und Thomas Meadowcroft orgelt. Kammerer selbst blinkt und klampft ihre Akustische so zartbitter, wie es nicht anders geht, wenn der Lady-in-Satin-Ton so blue oder noir bleiben will wie hier. Da wird selbst das Abgedroschene wieder intim und gefühlsecht. Kammerer trifft mit ihrem leicht belegten Flötentimbre so genau ins Blaue und Schwarze, dass die Fasern der Schmerzlust nicht anders können, als mitzuschwingen und ihrem „Take All of Me“ zuzustimmen. ‚How High the Moon‘ schnürt einem, so wie sie das singt, die Kehle zu und die Orgel orgelt, als ob man gleich die Englein singen hörte. Und wann war ‚A Night in Tunesia‘ zuletzt so unerhört, dass einem ein Comiczeichner nur noch ein (Seufz) über den Kopf ringeln kann?
Rigobert Dittmann – Bad Alchemy 62

Lastly, for listeners who feel unable to digest Charlemagne Palestine’s idiosyncratic take on the golden age of songwriting, there’s Margareth Kammerer performing songs with the help of her own guitar and the rhythm section Ruby Ruby Ruby. The Shadow of Your Smile (ZAREK 10) is her tribute to the songs and voice of Billie Holiday, and includes her update on standards such as ‘God Bless the Child’ and ‘How High the Moon’. I’ve heard Kammerer’s mannered style in the context of some more experimental Berlin group performances, but it seems to make more sense here. The minimal sleeve design has been altered in sympathy, to resemble a generic 10-inch jazz record sleeve from the early 1950s.
Ed Pinsent – The Sound Projector

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